Sonntag, 30. April 2017

Warner Springs, 30.4.17

Die Landschaft hat sich wieder gewandelt: weite, dünne Grasweiden, in der Ferne weidendes Vieh. Habe neben einem Bach gezeltet. Da das Wetter hierzulande beständig ist, stelle ich nur noch das innere Zelt auf. Es ist wunderbar, nachts zu erwachen, über mir der Sternenhimmel.
Zu den Trailnamen, die man sich im Laufe der Zeit gibt. Nein, ich habe noch keinen. Zwei Australierinnen wollten mir Heidi verpassen. HEIDI!!! Das habe ich schlicht ignoriert. Hatte wohl damit zu tun, dass die Englischsprachigen sich schwer tun, meinen Namen auszusprechen. Der Name sollte etwas mit der Person zu tun haben oder mit einer gemeinsam erlebten Situation.
Vorgestern habe ich jemanden getroffen, die bereits einen hat. Eine junge Südkalifornierin, ihr blaues Haar so frisiert, dass es wie Zuckerwatte aussieht:“ Cotton Candy“. Sie hat einen besonderen Laufstil; sie hat nur einen Wanderstock, schwingt den locker neben sich her, ist schneeweiss und es sind weder Schweisstropfen, noch - flecken auszumachen. Unerklärlich. Sie geht langsam, aber beständig. Ich habe sie im Laufe des Tages vier Mal überholt, gelandet sind wir an demselben Ort. Wiedergesehen habe ich “ No English“, sie war besorgt um ihre Freundin, die noch nicht eingetroffen war. Ich hatte kurz mit ihr gesprochen, sie hätten den Film “ Wild“ gesehen und seien deshalb hier. “No English“ hat mit einem Übersetzer mit mir gesprochen, das hat ganz gut funktioniert. Und sie hat ihren Trailnamen unter grossem Gelächter für gut befunden. Noch keine Neuigkeiten von Morello, vielleicht trifft sie später noch ein.
Ich bin ein paar Stunden in Warner Springs, flicke meined n Hut, wasche die Kleider und gehe später weiter. Nach und nach trudeln Hiker herein, schauen ziemlich abgekämpft und staubig  aus; es ist heiss geworden draussen. Erstaunliche Infrasstruktur hier, die nachfolgenden Fotos sind von hier. Ein Foto zeigt die “hikerbox“, die enthält Sachen welche andere Wanderer zurückgelassen haben. Ich bin erstaunt, wie voll die bereits ist. Habe diese Auswahl erst später erwartet, wenn man auf das Essen, das man sich vorausgeschickt hat, keine Lust mehr hat.
Ich weiss, dass ich nur zwischen den Zeilen über mich schreibe. Das Laufen mit Vollpackung ist etwas Vertrautes für mich. Es macht mich glücklich und ich fühle mich zu Hause auf dem Trail. Ich tue in dem Sinne (noch) nichts Neues. Das Neue daran ist der soziale Aspekt. Da wird sich wohl eine Gruppe von Leuten herausbilden, die sich immer wieder begegnen und das ist eine 'gfreute' Sache. Der Ton ist äusserst freundlich, die Leute; wir, sind uns durch das gemeinsame Vorhaben verbunden. Und neu ist der Blog, durch den ich mit Euch verbunden bin. Ich habe ganz überraschend Freude daran. Gedacht habe ich, dass ich alle 2 Wochen was poste oder posten kann. Aber noch bin ich täglich mit dem www verbunden.

Von wegen Problemen mit den Kommentaren. Weiss da jemand Abhilfe? Sonst schickt Eure Fragen und Kommentare doch einfach an meine bluewin Adresse: rmhuesler...etc

Samstag, 29. April 2017

“No English“

Borrego Springs, 29.4.

Seit Campo bin ich einfach drauf losmarschiert. Begeistert, auf dem PCT zu sein, begeistert, durch diese grandiose Landschaft zu wandern.
Der Planung überdrüssig, habe ich mir ein einfaches Vorgehen zurecht gelegt. Ich werde stets Proviant für sieben Tage im Rucksack haben. Das wiegt bei mir etwa 5 kg. Und ich werde bei jeder Gelegenheit essen kaufen oder essen gehen. Das macht mich unabhängig, ich muss nicht in jede Ortschaft autostopen zum Einkaufen gehen oder ein vorausgeschicktes Proviantpäckli abholen. Dieses Vorgehen dürfte für die ersten 1000 km aufgehen, nachher, in der Sierra dürfte es schwieriger werden. Essen ist ein grosses Thema auf dem PCT, ich möchte es möglichst kleinhalten und nur auf Fragen antworten.
Gleichwohl, ich sitze auf der Terrasse eines Restaurants und geniesse die Abwechslung sehr. Aus Sicherheitsgründen wird darauf hingewiesen, flache Schuhe zu tragen wegen des Holzbodens. Ich bin dem selbstverständlich nachgekommen.
Gestern allerdings wurde ich daran erinnert, dass es durchaus Sinn machen könnte, etwas vorauszuschauen. Das Wasser wurde knapp. Ich habe mir nun den Waterreport ' runtergeladen und konsultiere den täglich. Der wird stets durch die Wanderer aktualisiert.

Ab Scissors Crossing hat sich die Landschaft verändert: das dichte Gebüsch (Chapparal) wurde durch Kakteen und Agaven abgelöst. Was von Weitem wie Ödland aussieht, wirkt von Nahem wie ein Skulpturgarten. Und was da alles blüht, absolut faszinierend. Deshalb auch der erste Abstecher ins Visitor Center von Borrego Springs. Die Wüste, auf die man immer wieder ein wunderbare Aussicht hat vom PCT. Es ist erstaunlich, dass sich hier eine Ortschaft gebildet hat, bei der Trockenheit. Sie hätten Grundwasser wurde mir erklärt, das sei ein ziemlich umstrittenes Thema. Gestern Abend bin ich zu einem Ziehbrunnen gelaufen, habe Wasser heraufgeholt und Generalreinigung gemacht, hatte mich schon gewundert über das Wasservorkommen in dieser Trockenlandschaft. War das ein tolles Erlebnis, da draussen in der Weite und der Stille der Landschaft! Und prompt wurde ich sentimental: “Oh give me land, lots of land under starry skies above, don't fence me in..“ Ein altes Cowboylied.  Das habe ich heute Corey vorgesungen, der mir bei der 100. Meile einen Kaffee anbot. Er hat es nicht gekannt, immerhin aber höflich dazu gelächelt. Womit wir wieder beim Sozialen und dem Buschtelefon gelandet sind. Das Rudel ist in Julian eingefallen. Ich vermute, dass ich denen morgen auf dem Trail oder in Warner Springs begegnen werde. Morello habe ich zuletzt völlig verausgabt zwischen ihrem männlichen Geleit liegen sehen. Sie mochte nicht mit mir sprechen, hat nur stilvoll die Hand gehoben. Sie wird doch hoffentlich nicht meinen Blog lesen. Oder schlapp machen. Worüber sollte ich dann bloss schreiben? Heute habe ich jemand Neues kennengelernt, die- so meine ich- blogwürdig ist: “No English“. Mir begegnete eine Hikerin mit auffälligem Gewand, mit getüpfelten Textilien von oben bis unten eingehüllt.(Kathrin, du dürftest deine Freude daran haben. Foto leider nur von hinten, habe nicht zu Fragen gewagt. Feigling) Ich fragte sie, woher sie komme: “No english“ Das würde sich bestimmt die nächsten Monate ändern: “ No english“
Zeit, die gefährliche Terrasse zu verlassen und zurück auf den Trail zu stopen. Auf dem Hinweg hat es wunderbar geklappt. Ich war eben daran, meine staubigen Beine zu säubern, da hat ein junger Texaner angehalten. Hat die Musik auf Oldies umgestellt und ist sportlich davon gebraust. Fleetwood Mac, Zz Top, Bestles und Chuck Berry. Johnny B Goode

Freitag, 28. April 2017

Wegbilder

Es ist trockener geworden. Gruss aus der Wüste für Euch Aprilwetterbetroffene.

Scissors Crossing, Trailmile 79, 28.4.

Bereits am dritten Tag war ich ausserhalb des zu Luft und Land intensiv überwachten Grenzgebietes. Die Border Control war allgegenwärtig, die Helikopter sollen mit hochsensiblen Geräten ausgestattet sein, die illegale Einwanderer und Schmuggler auch nachts ausfindig machen können. Tatsächlich habe ich hie und da neben dem Trail zurückgelassene Kleider gesehen. Ob die Mauer daran was ändern würde? Die könne man untertunneln, meinte dazu Galy aus Israel.
Der PCT führt durch eine landschaftlich wie geschichtlich spannende Gegend. Er kommt an Stellen vorbei, wo die erste Eisenbahn gelegt, wo die erste Postkutsche 'gen Westen fuhr und wo der Goldrausch eine eigentliche Einwanderungswelle nach sich gezogen hat. Julian, 12 m weg vom Trail, ist so ein Ort. Es ist für Hiker der erste Ort, wo man Proviant nachkaufen, einkehren, waschen und duschen kann (Resupply). Eben höre ich von zwei Hikern, dass sie sich ein gratis Stück Kuchen inkl. Umarmung in Julian hätten abholen wollen. Leider seien sie zu früh dran gewesen.
Und sonst? Just als ich mich gestern in der windstillen Hitze Südkaliforniens das erste Mal schwer tat, ist Morelllo mit Gefolge an mir vorbei gerauscht. Ich meinte ein leicht triumphierendes Lächeln ausgemacht zu haben. Die Snowboard Community, Rudel gefällt mir zwar besser, musste einen Ruhetag einlegen, nachdem sie am 3.(dritten) Tag mit Alkohol in Berührung gekommen sind. Francoise ist wieder unterwegs, hat einen anderen Rhythmus als ich. Überhaupt scheint das etwas Wesentliches zu sein: dem eigenen Rhythmus zu folgen, auf die Zeichen des eigenen Körpers zu hören. Das versuche ich auch, deshalb halte ich unter einem schattigen Busch schreibend Siesta.

Mittwoch, 26. April 2017

Fotos

Jetzt weiss ich wie es geht mit Fotos heraufladen.

Burnt Rancheria, Mt. Laguna Trailmiles 41

Im ersten Restaurant nahe des Trails geht es lebhaft zu und her. Die 30 Leute, die am 24.4. gestartet sind, begegnen sich immer wieder. Bereits haben sich Gruppen gebildet. Gestern habe ich in der Nähe einer Gruppe gezeltet, die Kevan, 57, später als “snowboard community“ bezeichnete. Sie haben den Abend damit verbracht, das Thema Toilettengang oder treffender “ how to shit in the woods“ humorvoll und mit entsprechender Lautstärke zu erörtern. Ein widerkehrendes Thema, wie es scheint. Das sind allesamt ganz nette Kerle, bis auf einen, den Schultertätschler. Am ersten Tag schon hat er mich im Vorbeigehen mit gönnerhaftem Tonfall für mein Vorankommen gelobt. Am zweiten Tag dasselbe, plus Schulterklopfen. In diesem Tonfall sollte man nicht mal die eigene Grossmutter, die eben zwei Stockwerke ohne fremde Hilfe erklommen hat, loben.
Kurz vor dem Restaurant habe ich eine Wanderin getroffen, mit roten Lippen und schneeweißen, überlangen Fingernägeln. Sie erklärte mir, dass sie es geniesse, nichts darstellen zu müssen, um danach nahtlos über ihre Körperausscheidungen und ihren Interpretationen dazu, überzugehen. Das Thema scheint mich zu begleiten.
Im Restaurant erklärte sie mir ungefragt, dass sie fortan mit mir wandern möchte. Mit ihrer aufgeregten Art erinnnert sie mich an eine hypochondrische Ausgabe von Morello aus der Netflix Serie OITNB. Als sie mich mitten im Gespräch fragte,  wann wir aufbrechen und wie viel Wasser wir brauchen würden, wurde es mir ein bisschen “gschmuech“. Just, als “wir“ aufbrechen wollten traf Francoise ein. Morello schloss sich kurz entschlossen jemand anderem an und machte sich auf Richtung Kanada.

Francoise, Basel (blog sommersprosse goes west) hatte ich vorgängig mehrfach in der Schweiz getroffen. Sie ist wie ich ein Tag früher aufgebrochen. Sie will ein paar Stunden pausieren und eine Antibiotische Creme für ihren entzündeten Zehennagel auftreiben. Sie hätte eine solche mitgebracht, aber ihre Trailangel hätten ihren Rucksack durchgesehen und alles Überflüssige aussortiert, u.a. eben genannte Salbe, um den Rucksack möglichst leicht zu halten. Diese
Gepäckkontrollen scheinen verbreitet zu sein. Ich würde eine solche nicht bestehen, ich habe einige kleine Geschenke mit dabei (Fusscreme, Glücksbringer, getr.Mango) ganz zu Schweigen von meinem Miniholzöfeli mit integriertem Fonduerechaud (Schlechtwettervariante), auf das ich so furchtbar stolz bin.

Soviel zum Thema Sozialleben auf dem Weg nach Norden

Montag, 24. April 2017

Der erste Wandertag

Morgens um 5.00 fährt Bob uns zum südllichen Ausgangspunkt in der Nähe von Campo. Er habe schon 700 Fahrten zum  Southern Terminus gemacht. Kurz vor dem Ziel liest er noch zwei Wanderer auf, es sind zwei junge Schweizer. Fototermin an der mexikanischen Grenze, “happy trails“ und los geht s.
Nun bin ich also PCT Hikerin. Das fühlt sich stimmig und selbstverständlich an, was es bedeutet, weiss ich noch nicht.

Es ist ein wunderbarer erster Wandertag; es ist mild und bedeckt, ab und zu bricht die Sonne durch. Eine frische Bise von der Sierra (das weiss ich zwar nicht, aber Sierra hat einen magischen Klang) sorgt für angenehmes Wanderwetter.
Südkalifornien hat einen regenreichen Winter gehabt, deshalb ist die sonst ausgetrocknete Gegend recht grün und die Bäche sind noch nicht ausgetrocknet. Das bedeutet weniger Wasser schleppen, ich bin mit drei Litern los.

Wir waren um die 10 Leute, die gleichzeitig los gegangen sind. Wir waren zu Beginn unheimlich schnell unterwegs, entgegen meiner ursprünglichen Absicht. Irgendwie ansteckend. Es hatte weniger mit Kilometerfresserei zu tun, sondern wohl mit dem Drang, laufend zu begreifen, was das zu bedeuten hat, auf dem PCT unterwegs zu sein.

Irgendwann habe ich Pause gemacht und- was ich sonst nie mache- mir zu Mittag gekocht. Wunderbar, richtiges Festessen. Nachher  ging s gemächlicher weiter.

Die erste Nacht habe ich in Lake Morena verbracht. Das Zelt aufstellen war eine wenig gelungene Vorstellung, die Abläufe noch nicht eingespielt. Auch beim neuen Rucksack muss ich meine Ordnung noch finden, ich vermisse die Aussentaschen. Verbringe zuviel Zeit mit suchen und verstauen. Am Mittag habe  ich das Besteck nicht gefunden und habe schon befürchtet, das Ultraleichtschäufelchen, welches für ganz andere Zwecke gedacht ist, verwenden zu müssen. Ich habe es doch noch gefunden, das Besteck.
Gewicht übrigens 34 lb mit Wasser und Lebensmittel für eine Woche.

Sonntag, 23. April 2017

Aufbruchstimmung

Ich werde schon morgen starten. Ich habe mich damit selber überrascht. Die Dinge, welche es zu tun gab, sind erledigt. Das Päckli mit den Sachen für die Sierra Nevada, die ich nicht durch die Wüste tragen will, liegt bereit. Bob hat mir angeboten, es zur Post zu bringen.
Überhaupt Trailangel Bob; Typ raue Schale, grosses Herz mit einer Baseballmütze auf dem Kopf, die wir von den Präsidentschaftswahlen her kennen. Der stellt für mich die erste Herausforderung dar. Er stellt seine ganze Infrastruktur zu unserer Verfügung: Haus, Chauffeurdienste, Wissen und Erfahrung. Üblich ist, dass man dafür ein paar Dollar liegen lässt. Er hat es stets abgelehnt und mir sogar Rückgeld für das Packet in die Hand gedrückt. Einfach annehmen also. Fällt mir schwer.
Zurück zu den Besorgungen: Brennsprit habe ich ebenso besorgt wie eine amerikanische Simkarte (mit Rauhbein Bob daneben, der auf den Rabatt hinwies, welcher er für die Wanderer ausgehandelt hat. Wanderer spricht er mit besonderer Betonung aus, kommt sozusagen einer Heiligsprechung gleich und hat sich finanziell ausgezahlt: 30$/mtl, einen einmaligen PCT Rabatt von $25)

Das Telefon funktioniert, nun ja. Ich habe mangels Schweizer Simkarte keine Telefonnummern von zu hause. Wer via whatsapp in Kontakt bleiben will: bitte Nummer schicken.

J

Samstag, 15. April 2017

Abgereist, noch nicht angekommen

Am Vorabend meiner Abreise kam mir meine Gelassenheit doch noch abhanden. Ich konnte die Simkarte im Tablet nicht aktivieren und folglich werde ich über whatsapp nicht zu kontaktieren sein. Auf Einzelheiten gehe ich nicht ein, die würden die Anwenderin belasten. Ich habe mich gegen eine Notfallübung entschlossen, werde via Internet und später via amerikanischer Telefonnummer erreichbar sein.

Die letzten Telefonate sind geführt, der Kühlschrank abgeschaltet, die Post umgeleitet, sogar die Steuern sind bezahlt.
Zeit, zu gehen. Seltsames Gefühl, dass es nun endlich, nach so langer Vorlaufzeit losgehen soll. Der PCT befindet sich schon seit Jahren auf meiner bucketlist. Verwirrend, dass es nun konkret werden soll. Innnerhalb weniger Tage werde ich am südlichen Startpunkt stehen.
Zeit, zu erfahren, wie es sich anfühlt, den Weg zu erwandern.

Mittlerweilen bin ich nach 11 stündigem Flug in San Diego gelandet. Habe vor dem Flughafen auf Trailangel Bob gewartet, der prompt  innerhalb von wenigen Minuten mit seinem Van vorgefahren ist.
Trailangel sind jene Leute, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, PCT Wanderer zu unterstützen. Bob holt die Leute vom Flughafen ab, beherbergt sie in seinem Haus und fährt sie zum Southern Teminus bei Campo.
Er hätte sich zu diesem Freiwilligendienst entschlossen, da San Diego stets eine Schwierigkeit für angehende PCT Wanderer dargestellt hätte. Es sei schwierig, ohne Auto die letzten Besorgungen zu machen und mit ÖV zum Ausgangspunkt zu reisen. Während der Fahrt zählt mir Bob all' die Zwischenfälle auf, die er schon erlebt hat. Und das beginnt bekanntlich immer bei den eindruckvollsten Notfällen. Ich war froh, dass ich nicht viel zum Gespräch beitragen musste, das Thema hätte ein anderes sein können.

Das Ganze beginnt also denkbar unspektakulär und sehr bequem. Während schreibe, sitze ich auf dem Sofa, Bob's
übergewichtigen Golden Retriever neben mir ausgebreitet. Draussen sitzt Galey, ein junger Israeli, der seine Einkaufsliste erstellt und auch Dienstag loswandern will.